Was ist systemische Therapie?
Niemand ist eine Insel – wir alle stehen im direkten Zusammenhang mit unserer Umwelt, unseren Bezugspersonen, unseren Erfahrungen und Gedanken, Gefühlen und inneren Überzeugungen – manches bewusst, manches aber eben auch nicht.
Manchmal geraten wir im Leben in Situationen, in denen wir uns in eben diesen Systemen festgefahren fühlen. Gedanken kreisen, Gefühle werden überwältigend oder bestimmte Muster wiederholen sich, obwohl wir uns eigentlich etwas anderes wünschen – aber was stattdessen? Und wie soll das gehen?
In der systemischen Therapie gehen wir davon aus, dass jedes Verhalten einen Sinn hat, einen “guten Grund”. Auch wenn sich ein Problem belastend oder unverständlich anfühlt – es ist oft Teil einer größeren Geschichte. Einer Geschichte, die mit unseren Beziehungen, unseren Erfahrungen und unserem inneren Erleben verbunden ist. Alles ist kontextabhängig und miteinander verwoben – und genau da setzt systemische Therapie an.
Mit behutsamen, manchmal ungewohnten Fragen und Methoden schauen wir gemeinsam auf das, was da ist – und entdecken dabei oft mehr, als zunächst sichtbar war: verborgene Stärken, neue Perspektiven und erste kleine Schritte in Richtung Veränderung.
Es geht nicht darum, „richtig“ oder „falsch“ zu sein – sondern darum, einen Weg zu finden, der sich für Sie stimmig anfühlt.
„Manchmal muss man aus der Rolle fallen, um aus der Falle zu rollen.“ (Virginia Satir)
